Im Moment versuchen ein freiwilliger Helfer und ich, neun wilde Kellerkatzen zu sterilisieren, die von den im Haus lebenden Menschen gefüttert werden, aber die Katzen gebären immer wieder und die Kätzchen sterben. Katzen werden mit einem Kratzbaum gefangen. Eine der Katzen war nicht so wild wie die anderen, und als ich sie sah, tat sie mir leid. Generell habe ich einen neuen Vorgesetzten.
Sie ist noch sehr jung, 1-1,5 Jahre alt. Während sie in einem Käfig sitzt, hat sie Angst vor mir, zeigt aber keine Aggression. Keine Angst vor anderen Katzen. Sie wurde bereits sterilisiert.
27.05.2024:
Lyudmila ist immer noch dabei die wahrscheinlich wild geborene Tonya zu zähmen.
So langsam kann sie kleine Erfolge vermelden ,aber zuweilen gibt es auch noch Rückschritte.
Ja, das ist ein langer Prozess, Tonya beginnt jetzt schneller zu schnurren und legt ihren Bauch und ihre Ohren zum Streicheln frei, aber am nächsten Tag zischt sie mich wieder an. Es braucht Zeit, ihr Vertrauen aufzubauen.
14.01.2025:
Noch vor 9 Monaten war unser hübsches Blauäuglein ein sehr ängstliches und scheues Kellerkind.
Aber, wie es so bei unseren sibirischen Samtpfötchen und ihren liebevollen Pflegestellenmenschen ist, gelingt es meist im Laufe der Zeit eine zunehmend vertrauensvolle Bindung aufzubauen.
So ist es unserer lieben Lyudmila auch gelungen Tonya in ein zwar noch etwas scheues, aber ansonsten sehr schmusiges Kätzchen zu verwandeln.
Mittlerweile liegt das hübsche Katzenmädchen meistens entspannt in seinem Bettchen, präsentiert seinen Bauch und lässt sich gerne kraulen.
Lyudmila schreibt dazu:
Sie ist nicht mehr ganz so schüchtern.
Ja, ich glaube, es macht ihr Spaß mit uns zu kommunizieren. Sie mag es wirklich, wenn ihr am Bauch gekrault wird.
Obwohl sie immer noch schüchtern ist, ist sie überhaupt nicht aggressiv und hat keine Angst mehr, wenn ich sie hochhebe.
So eine Verwandlung im Verhalten einer Angstkatze wie Tonya ist einer der Momente, die unseren TierschützerInnen in Omsk und und auch uns immer wieder zeigen, wie wertvoll die Arbeit in Omsk und die Unterstützung dieser Arbeit durch uns alle ist.
Wahrscheinlich würde sich die bildschöne Samtpfote bei einer eigenen Familie nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zu einer richtigen Kampfschmuserin entwickeln.